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Spritrechner

Auto oder Bahn: Kosten einer Fahrt vergleichen

Beim Vergleich von Auto und Bahn stehen zwei Zahlen gegeneinander, die Unterschiedliches messen. Das Bahnticket ist ein Komplettpreis pro Person. Beim Auto fallen für die einzelne Fahrt nur Sprit, Verschleiß, Maut und Parken an, weil Versicherung, Steuer und Wertverlust ohnehin laufen, und diese Kosten teilen sich alle Insassen. Das Ergebnis hängt deshalb vor allem von der Personenzahl und vom Tarif ab, den man bei der Bahn tatsächlich bekommt.

Spritkosten pro Person gegen Ticketpreis

Das Beispiel vergleicht München–Hamburg und zurück in vier Besetzungen mit zwei Bahntarifen. Die Strecke ist rund 790 km lang, hin und zurück also 1.580 km.

7 l/100 km zu 2,15 €/l ergeben 237,79 € Sprit. Verschleiß 5 ct/km (79 €), Parken am Ziel 40 €. Bahn: Beispielpreise für Hin- und Rückfahrt, Sparpreis 130 €, Flexpreis 310 € je Person.
Personen im AutoNur Sprit je PersonSprit, Verschleiß, Parken je PersonBahn SparpreisBahn Flexpreis
1237,79 €356,79 €130 €310 €
2118,90 €178,40 €130 €310 €
379,26 €118,93 €130 €310 €
459,45 €89,20 €130 €310 €

Gegen den Sparpreis gewinnt das Auto mit vollen Fahrtkosten erst ab drei Personen. Zählt man nur den Sprit, reichen zwei. Gegen den Flexpreis ist das Auto schon mit einer Person günstiger, sofern nur der Sprit zählt. Allein auf langer Strecke ist die Bahn mit frühzeitig gebuchtem Sparpreis meist die günstigere Wahl.

Auto günstiger ab Personenzahl = Gesamtkosten der Autofahrt ÷ Ticketpreis je Person, aufgerundet

356,79 € ÷ 130 € = 2,74, aufgerundet 3 Personen.

Welche Autokosten mitzählen, hängt davon ab, ob ein Auto ohnehin vorhanden ist. Wer eines besitzt, rechnet Sprit, Verschleiß, Maut und Parken. Wer das Auto für die Reise erst mietet oder ganz abschaffen will, rechnet mit Vollkosten, wie sie unter Kosten pro Kilometer stehen.

km

laut Routenplaner

Fahrt

gilt für Auto und Ticket

zahlen ein Bahnticket

mit Eltern in der Bahn kostenlos

l/100 km

auf der Autobahn eher etwas mehr

€/l

Beispielpreis – eigenen Preis eintragen

€

für die ganze Reise

€

tatsächlicher Preis für die gewählte Fahrt

Verschleiß 5 ct/km einrechnen

Reifen, Bremsen, Öl am eigenen Auto

Auto günstiger– 
Auto gesamt– 
Bahn gesamt– 
Auto pro Person– 

Sparpreis, Flexpreis und BahnCard

Der Bahnpreis für dieselbe Strecke schwankt je nach Tarif, Buchungszeitpunkt und Auslastung um mehr als das Doppelte. Für den Vergleich zählt der Preis, den man tatsächlich zahlt, nicht der günstigste, der irgendwann im Angebot war.

TicketMerkmalWann es passt
Super Sparpreis, Sparpreiskontingentiert, an einen Zug gebunden, Preis steigt mit der Auslastungfester Termin, Buchung Wochen im Voraus
Flexpreisan keinen Zug gebunden, deutlich teureroffener Termin, Rückfahrt ungewiss
BahnCard 2525 % auf Flex- und Sparpreiseeinige Fernfahrten im Jahr
BahnCard 5050 % auf Flexpreise, 25 % auf Sparpreiseregelmäßige Fernfahrten mit flexiblen Terminen
Gruppen-SparpreisFestpreis je Person ab sechs ReisendenVereine, Klassen, größere Familien

Deutschlandticket für Regionalstrecken

Das Deutschlandticket kostet seit dem 1. Januar 2026 63 € im Monat, ab 2027 folgt der Preis einem Index. Es gilt im gesamten Nah- und Regionalverkehr in Deutschland, also in S-Bahn, U-Bahn, Bus, Tram und Regionalzügen, nicht in ICE, IC und EC. Als Abo ist es monatlich kündbar. Für Pendler und Ausflüge ins Umland lautet die Frage: Ab welcher Strecke kostet der Sprit allein mehr als 63 €?

Grenzstrecke je Monat = 63 € ÷ Spritkosten je km

Spritkosten je km bei 7,5 l/100 km und 2,15 €/l: 0,16125 €. 63 ÷ 0,16125 = 391 km im Monat.

Bei 22 Arbeitstagen mit Hin- und Rückfahrt sind das 391 ÷ 44 = 8,9 km einfache Strecke. Wer weiter als etwa 9 km entfernt arbeitet und gut an den Nahverkehr angebunden ist, zahlt mit dem Ticket weniger als für den Sprit allein.

Als Jobticket wird es noch günstiger: Gibt der Arbeitgeber mindestens 25 % des Preises dazu, gewähren die Verkehrsverbünde weitere 5 % Rabatt, der Eigenanteil sinkt auf höchstens rund 44 € im Monat. Der Zuschuss ist steuerfrei, mindert aber die absetzbare Pendlerpauschale.

Wer das Auto trotz Ticket behält, spart nur Sprit und Verschleiß. Wer es abschafft, spart zusätzlich Versicherung, Steuer und Wertverlust, bei einem Kompaktwagen oft 3.000 € und mehr im Jahr.

Parken und Maut am Zielort

Für das Auto zählt der gesamte Weg bis zum Parkplatz. In Innenstädten, an Flughäfen und bei Veranstaltungen kommen Gebühren hinzu, die bei kurzen Strecken den Sprit übersteigen.

Drei Tage in Hamburg bei 24 € Parkgebühr pro Tag: 3 × 24 = 72 € statt der 40 € aus der Tabelle. Zu zweit steigt der Anteil von 178,40 € auf (356,79 − 40 + 72) ÷ 2 = 194,40 € je Person, der Abstand zum Sparpreis wächst auf über 64 €.

Mietwagen und Carsharing als Alternative

Ohne eigenes Auto oder für eine Reise, die das eigene Auto nicht leisten soll, kommen Mietwagen und Carsharing in Frage. Beim klassischen Mietwagen kommt der Sprit zum Mietpreis hinzu, beim Carsharing ist er meist enthalten.

Mietwagen = Tagesmiete × Tage + Sprit + Zusatzkosten (Kilometerpaket, Einwegmiete, Zusatzfahrer, Versicherung ohne Selbstbeteiligung)

Drei Tage zu 45 € plus 237,79 € Sprit: 3 × 45 + 237,79 = 372,79 €, zuzüglich Parken. Das eigene Auto kostet für dieselbe Fahrt 237,79 € Sprit plus 79 € Verschleiß, zusammen 316,79 €. Der Mietwagen ist 56 € teurer, schont aber das eigene Auto und lohnt sich, wenn dieses alt oder unzuverlässig ist.

Fahrzeit, Gepäck und Komfort

Liegen die Kosten nah beieinander, entscheiden die Posten, die keinen Preis haben. München–Hamburg dauert mit dem ICE rund 6 Stunden, mit dem Auto ohne Stau knapp 8 Stunden einschließlich Pausen. Im Zug lässt sich die Zeit zum Arbeiten oder Schlafen nutzen, am Steuer nicht.

  1. Autokosten aus Sprit, Maut und Parken bilden, bei langen Wegen 5 Cent je Kilometer Verschleiß hinzurechnen.
  2. Durch die Personen im Auto teilen und gegen den Ticketpreis legen, den man tatsächlich bekommt, mit BahnCard und kostenlos mitfahrenden Kindern.
  3. Bei einem Unterschied unter etwa 10 % die Fahrzeit von Tür zu Tür, Umstiege, Gepäck und Mobilität am Zielort vergleichen.
  4. Für Wege im Nahverkehr das Deutschlandticket oder ein Jobticket einrechnen.

Das Auto spart Zeit bei schlecht angebundenen Zielen, mit viel Gepäck oder Haustieren und bei mehreren Zielen auf einer Reise. Die Bahn ist im Vorteil bei langen Strecken allein, bei Zielen in Innenstädten ohne günstige Parkplätze und bei Fahrten, auf denen man nicht selbst fahren will oder kann. Fernbus und Flugzeug lassen sich mit derselben Rechnung vergleichen: Ticketpreis je Person plus Wege zum Busbahnhof oder Flughafen.